{"id":732,"date":"2025-12-05T16:49:53","date_gmt":"2025-12-05T15:49:53","guid":{"rendered":"https:\/\/verdi-bundesarchiv.de\/?p=732"},"modified":"2025-12-05T16:49:53","modified_gmt":"2025-12-05T15:49:53","slug":"filmvorfuehrung-die-moellner-briefe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdi-bundesarchiv.de\/index.php\/2025\/12\/05\/filmvorfuehrung-die-moellner-briefe\/","title":{"rendered":"Filmvorf\u00fchrung \u201eDie M\u00f6llner Briefe\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 18.11.2025 haben wir als Berliner ver.di Betriebsgruppe des Bundesarchivs unsere erste<br>Veranstaltung f\u00fcr interessierte Mitarbeitende angeboten. Gemeinsam haben wir den<br>Dokumentarfilm <a href=\"https:\/\/www.realfictionfilme.de\/die-moellner-brief.html\">Die M\u00f6llner Briefe<\/a> angeschaut und im Anschluss ein Gespr\u00e4ch mit der Regisseurin<br>Martina Priessner gef\u00fchrt.<br>Kurz zum Film:<br>1992 wurden in M\u00f6lln, Schleswig-Holstein, rassistisch motivierte Brandanschl\u00e4ge auf zwei<br>Wohnh\u00e4user ver\u00fcbt, in denen t\u00fcrkische Familien wohnten. Bei diesen Anschl\u00e4gen starben Bahide<br>Arslan, Ay\u015fe Y\u0131lmaz und Yeliz Arslan. 2019 entdeckte eine Studentin im M\u00f6llner Stadtarchiv tausende<br>Solidarit\u00e4ts- und Beileidsbriefe sowie konkrete Hilfsangebote aus der Gesellschaft, die an die<br>betroffenen Familien gerichtet waren. Die Studentin kontaktierte \u0130brahim Arslan, der als Kind die<br>Brandanschl\u00e4ge \u00fcberlebte, um von Ihrem Fund zu berichten. All diese Briefe hatten nie ihren Weg zu<br>den Familien gefunden.<br>Der Film begleitet \u0130brahim Arslan dabei, wie er sich mit vier Frauen trifft, die 1992 Solidarit\u00e4tsbriefe<br>verfasst haben. Drei von ihnen waren damals selbst noch Kinder. \u0130brahim und seine Familie versuchen<br>au\u00dferdem mit dem heutigen B\u00fcrgermeister der Stadt M\u00f6lln und dem Archivar, der auch bereits 1992<br>seinen Beruf im Stadtarchiv M\u00f6lln aus\u00fcbte, aufzukl\u00e4ren, wie es dazu kam, dass die Briefe im Archiv<br>landeten anstatt den Familien Trost und Hilfe zu bieten. Der Film erz\u00e4hlt einerseits die traumatische<br>Geschichte der Betroffenen und deren Nachwirkungen bis heute und andererseits von migrantischer<br>Selbstbestimmung und dem Misstrauen gegen\u00fcber \u00f6ffentlichen Institutionen.<br>Wir wollten den Film gemeinsam mit interessierten Mitarbeitenden schauen, um uns unserer<br>eigenen Verantwortung als Mitarbeitende des Bundesarchivs bewusst zu werden. Im Gespr\u00e4ch mit<br>Martina Priessner wurde u. a. dar\u00fcber gesprochen, wer diese Gesellschaft ist und welche Geschichte<br>in deutschen Archiven \u00fcberhaupt erz\u00e4hlt\/\u00fcberliefert wird? In diesem Zusammenhang ging es auch<br>darum, ob wir als Bundesarchiv wirklich das \u201eGed\u00e4chtnis der Gesellschaft\u201c sind, oder wir nicht doch<br>nur einen kleinen Teil der Mehrheitsgesellschaft abbilden?<br>Wir m\u00f6chten uns herzlich bei allen bedanken, die ihren Feierabend mit uns verbracht haben und sich<br>so rege am Gespr\u00e4ch im Nachgang beteiligt haben. Unser Dank gilt auch Herrn Hollmann f\u00fcr die<br>freundliche Genehmigung zur Durchf\u00fchrung der Veranstaltung und nat\u00fcrlich dem ver.di Landesbezirk<br>Berlin-Brandenburg, der die Kosten f\u00fcr den Filmverleih und die Gage der Regisseurin \u00fcbernommen<br>hat.<br>Freut euch gemeinsam mit uns auf weitere spannende Veranstaltungen die wir f\u00fcr die Zukunft<br>planen.<br>Bleibt gesund und solidarisch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 18.11.2025 haben wir als Berliner ver.di Betriebsgruppe des Bundesarchivs unsere ersteVeranstaltung f\u00fcr interessierte Mitarbeitende angeboten. 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